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Fußböden – so wird jeder Bereich rundherum komfortabel

Die Ansprüche an Fußböden haben sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Ein Grund dafür ist der Einsatz von Heizungen, die mit den Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien kooperieren. Dieser Trend wird sich mit Blick auf die Energiekosten und den Klimaschutz in den nächsten Jahren weiter verstärken. In der Vergangenheit wurden Bodenbeläge bevorzugt, die gute Werte bei der thermischen Isolierung aufwiesen. Heute ist bei der Ausstattung von Wohnräumen und Gewerberäumen genau das Gegenteil der Fall. Viele Hausbesitzer wünschen sich Beläge für Fußböden, die einen geringen Wärmedurchlasswiderstand aufweisen. Sie sind die ideale Kombination mit einer Fußbodenheizung. Diese Heizungsart ist sehr beliebt, weil sie optimal mit einem solarthermischen System zusammenarbeitet.

Welche Wärmeleitfähigkeit bringen die einzelnen Arten der Fußböden mit?

Wer sich für Marmor und Granit als Belag für den Fußboden entscheidet, darf sich auf eine hohe Effizienz der Fußbodenheizung freuen. Beide Materialien weisen eine Wärmeleitfähigkeit von 2,8 Watt pro Meter und Kelvin auf. Zementestrich bringt es gerade einmal auf den halben Wert. Bodenbeläge aus Gummi sind für die Kombination mit einer Fußbodenheizung eher nicht geeignet, weil es das Material Gummi lediglich eine Wärmeleitfähigkeit von 0,16 Watt pro Meter und Kelvin bringt. Mit einem solchen Fußbodenbelag sinkt die Effizienz der Fußbodenheizung drastisch. Das gilt genauso für textile Bodenbeläge aller Art. Wer einen solchen Bodenbelag mit einer Fußbodenheizung kombiniert, muss sich über hohe Heizkosten nicht wundern. Bei einem Holzboden hängt die tatsächlich messbare Wärmeleitfähigkeit von der Ausrichtung der Fasern ab. Sie ist entlang der Fasern höher als quer zu den Fasern. Eine vertikale Ausrichtung der Fasern kommt bei einem Echtholzboden allein schon wegen der Stabilität und Tragfähigkeit nicht in Betracht. Bei Laminat sieht es durch den Aufbau aus mehreren Schichten etwas anders aus. Einige Laminatarten eignen sich durchaus für die Kombination mit einer Fußbodenheizung.

Natursteine sind als Fußboden prädestiniert

Die Entscheidung für Marmor, Granit und andere Natursteine als Fußboden ist durch zusätzliche Materialeigenschaften interessant. Natursteine verteilen die Wärme einer Fußbodenheizung sehr gleichmäßig. Sie können die Wärme speichern und geben sie deshalb auch nach dem Abschalten der Heizung ab. Darüber hinaus lassen sich Natursteine sehr leicht reinigen und sind im Gegensatz zu Kork und Gummibelägen widerstandsfähig gegenüber mechanischen Beanspruchungen. Den Beweis dafür liefern die in den Plattenbauten der 1960er und 1970er Jahre verbauten Treppenstufen. Sie bestehen aus Granit oder einem mit Bindemittel versehenen Granitgranulat. Ihre gute Optik ist auch nach mehreren Jahrzehnten der Nutzung noch voll erhalten. Sollte die Optik von Natursteinböden leiden, stehen moderne und preiswerte Technologien zur optischen und funktionellen Aufarbeitung zur Verfügung.

Welche Fußböden eignen sich für die
Nass- und Feuchträume eines Hauses?

In Nass- und Feuchtbereichen stehen Natursteine und Keramikfliesen ganz oben auf der Wunschliste. Bei einer fachgerechten Verfugung ist das Risiko verschwindend gering, dass Spritzwasser für einen Wasserschaden in der Wohnung oder den Büros der unteren Etagen sorgt. Bei Gummibelägen könnte Spritzwasser an den Wänden, Türschwellen und in den Ecken unter den Fußbodenbelag laufen. Klicklaminat ist durch die Nuten und Fugen für Nassbereiche ungeeignet. Die Feuchtigkeit kann über die Fugen in das Material der Paneele eindringen und es zum Quellen bringen. Dadurch verziehen sich die Paneele und die Oberflächen platzen auf. In der Folge entstehen massive Risiken für vermeidbare Haushaltsunfälle. Sichtbeton und Estrichbeton sind für Nassräume ebenfalls eine gute Wahl. Die großen Vorteile sind hier die fugenlose Verlegung sowie die perfekt waagerechte Ausrichtung.

Terrassenböden und Balkonböden:
Worauf kommt es an?

Bei Terrassenböden setzen sich aktuell zwei verschiedene Trends durch. Den Spitzenplatz der Beliebtheitsliste teilen sich Natursteinböden und Massivholzböden. Sie verdrängen Terrakottaböden und Böden aus Keramikfliesen. Bei Keramikfliesen ist die Rutschgefahr hoch und Terrakotta verursacht durch die rauen Oberflächen einen hohen Pflegeaufwand. Bei Balkonböden steht Sichtbeton hoch im Kurs. Wer bei einem überdachten Balkon Wert auf einen textilen Bodenbelag legt, sollte auf jeden Fall einen Feuchtigkeitsstau verhindern. Kunstrasen mit gitterförmiger Unterseite steht inzwischen in verschiedenen Designs zur Auswahl. Er ermöglicht das ungehinderte Ablaufen von Regenwasser sowie Tauwasser und kann problemlos auch nass gereinigt werden.

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Geschrieben von presss

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